Teufelsberg-Spreeaue

Senioren auf Oxentour

Nein, nein es sind nicht die Senioren gemeint, auch sind die Oxen nicht gleich Ochsen. Aber dazu später mehr. Mit dem Stahlroß radelten einige Senioren vom Treffpunkt Kaufland nach Dissen in das Storchendorf. Dort wurden wir von den Autoreisenden erwartet. In dem kleinen Steckbrief über die Störche im Storchendorf Dissen kann man folgendes nachlesen: „Mit Körperhöhe von 80-100 cm, Flügelspannweite bis zu 2m und Gewicht von etwa 3,5-4 kg einer der größten heimischen Vögel. …auf dem Zug keine bestimmte Ordnung. Fluggeschwindigkeit 30-50 km/h, Flughöhe bis 2000m.“ Laut dem Steckbrief sind sieben Horste (Stochennester) belegt. Und schon konnten wir die PS-Zahl erneut ändern. Ein Kremser, gezogen von 2 braunen Vierbeinern, brachte uns an den Fuß des Teufelsberges, den wir auch gleich erklommen haben.

Oben angekommen, standen wir vor dem hölzernen Monument des Erschaffers des Spreewaldes – dem Teufel. Der Sage nach, gingen dem Teufel beim Pflügen die Ochsen durch, zogen sie die Furchen kreuz und quer durch den Wald. Die Furchen füllten sich mit Spreewasser und nannten sich nun Fließe. Spree(wasser) und Wald gleich Spreewald. Die Oxen waren leider nur am Horizont zu sehen, glücklich wer ein Fernglas mithatte. Warum Oxen und nicht Ochsen? Die Urochsen sind ausgestorben, diese Oxen sind eine genetische Nachzüchtung, was durch die veränderte Schreibweise (aus dem engl.) kenntlich gemacht wird. Nach dem Abstieg vom Berg und dem Aufstieg auf den Kremser ging die Fahrt zu den Teichen in der neu geschaffenen Spreeaue. Da Vattenfall für den Tagebau die Landschaft zwischen Neuendorf und Lakoma in Anspruch genommen hat, mußte er Ausgleichsflächen schaffen. Mit der Spreeaue ist dies erfolgreich gelungen. Durch die Beplanung des Kremser war die Sicht auf die Landschaft leider etwas eingeschränkt. Die Tour sollte der Grundstein für eigene, individuelle Erkundung dieses Areals sein. Wer Ruhe und Natur verbinden will, bekommt das hier geboten.

Kleiner Tipp: „Fernglas nicht vergessen.“

Einer liebgewordenen Tratition folgend, beendeten wir unsere Tour bei einem gemeinsamen Mittagessen im „Wendischen Hof“ Dissen.

K.Dr

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